Vor dem Anpfiff war es das erklärte Minimalziel ein Meckelfeld-Waterloo zu vermeiden und der Vorsatz war daher zunächst in der Defensive beton anzurühren. Glücklicherweise erhielten wir für diese Mission tatkräftige Unterstützung aus der A-Jugend, Hauke unterstützte uns als linker Verteidiger und er konnte seine Zweikampfstärke und Lufthoheit in der Partie unter Beweis stellen. Ansonsten war die Aufstellung der Dritten erneut eine gewohnte ungewohnte Mischung (Nico, Rico, Brösel und Dayne fielen aus und wurden durch Niclas, Georg, Gerit und Hauke vertreten).
Trotz dieses personellen Kuddelmuddels spielten wir von Beginn an sehr geordnet, man könnte sich fast dazu hingerissen fühlen von taktischer Disziplin zu sprechen. Einige Tormöglichkeiten ergaben sich aus diesem Übergewicht und ich sah einige Einschussmöglichkeiten, die es verdient hätten hier erwähnt zu werden. Fairerweise muss aber auch angemerkt werden, dass auch die Wenzendorfer viele Chance besaßen, jedoch gelang verdiente sich Niclas im Gehäuse für seine Darbietung Bestnoten.
Ein verunglückter Befreiungsschlage des Wenzendorfer Keeper konnte Jannick ausnutzen und uns in Führung bringen. Dabei erinnerte sein 25-30 Meter Schuss, zumindest aus der Perspektive des Verfassers, an einen Diego-Kunstschuss. Bis zur Pause behielten wir eine leichte Feldüberlegenheit, wobei wir direkt vor dem Pauspfiff das Glück und vor allem Niclas, der eine hochbrenzlige 1-zu-1 Situation bravourös Meistert, auf unserer Seite hatten.
Direkt nach der Halbzeitpause konnte ebenfalls wieder Jannick auf 2:0 erhöhen, wobei diesem Treffer kein Fehler des Gegner voraus ging. Vielmehr spielten wir Jannick durch schnelles und gekonntes Passspiel über die Stationen Georg, Philipp, Alex und schließlich Jannick frei. Ein Tor an dem fast das gesamte Mittelfeld beteiligt war! Ein Zeichen neu entdeckter Kombinationssicherheit? Nun, die nächsten Spiele werden dies zeigen. Mit dieser Führung im Rücken waren wir zunehmend gezwungen den Vorsprung zu verteidigen, da zunächst Martin und später auch Jannick ausgewechselt werden mussten. Ohne unsere Flügelzange konnten kaum noch Entlastungsangriffe für Verschnaufpausen in der Hintermannschaft sorgen. Aber auch in dieser Phase zeigte Niclas als letzte Hoffnung wiederholt seine Qualitäten, aber auch die Wenzendorfer Offensive hatte sehr viel Nachsicht mit uns und ließ viele Gelegenheiten verstreichen. 10 oder genau 8 Minuten vor Schluss gelang Wenzendorf dennoch der Anschluss und wir mussten noch einmal hart für unsere 3 Punkte arbeiten. Aber erneut zeigte Wenzendorf Konsequenz bei der inkonsequenten Ausnutzung von riesen Möglichkeiten, in der Konsequenz verlor Wenzendorf das Spiel. Georgs Gelb/Rot-Platzverweis unmittelbar vor Abpfiff erinnerte sehr an Ballacks aufopfernde gelbe Karte bei der WM gegen Südkorea.
Abschließend sollte nur noch einmal unterstrichen werden, dass der Sieg das Resultat eine geschlossene Mannschaftsleistung war und dass nur so der horrenden Abstiegsgefahr begegnet werden kann.
Wir werden?s erleben?